Flash-Cookies
Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung.
Aber jeder lässt sich auch durch Kommunikation mit der Umwelt in seiner Handlung beeinflussen. Datenschützer warnen deshalb schon länger vor dem gläsernen Menschen und den daraus resultierenden vorausberechenbaren Handlungen. Was einige wenige möglicherweise begrüßen könnten, um endlich zielgruppenabhängige Werbung vorgerührt zu bekommen, stößt anderen übel auf.
Um die Fremdsteuerung durch kapitalistisch-orientierte Konzerne so gering wie möglich zu halten, verzichten immer mehr auf Paybackkarten oder blockieren Cookies im Browser. Das Erstellen von Persönlichkeitsprofilen, die Überwachung der Surfgewohnheiten und das Data Mining stellen Eingriffe in die Privatsphäre dar, die eigentlich nach dem Datenschutzgesetz zumindest hier in Deutschland der Einwilligung des jeweiligen Users benötigen.
Noch völlig unbekannt, aber seit mindestens 2 Jahren im Einsatz, sind “Flashcookies“, so genannte LSO (Local Shared Objects).

Von gängigen Spy- und Adwarescanner nahezu missachtet, lassen sich diese Cookies von keinem gängigen Browser löschen bzw. blocken und das einzige mir zu diesem Zeitpunkt bekannte Programm, das mit den Dateien umgehen kann, ist der Cookie Manager von Maxa und ein Plugin für Clearprog.

Verhindern könnt ihr das Tracking eurer Surfgewohnheiten allerdings auch durch Blocken von Flash allgemein, regelmäßiges manuelles Löschen der Cookies (unter Windows im Ordner “C:\Dokumente und Einstellungen\userxy\Anwendungsdaten\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects\”) oder durch die Einstellungen im Plugin des Browsers über die Website von Adobe. Dort gibt es auch nähere Informationen zu den Local Shared Objects.

Ob und welche Daten ihr letztendlich preisgebt, bleibt jedem selbst überlassen. Einfach in der Privatsphäre eines einzelnen rum zuschnüffel, ohne Wissen oder Zustimmung desjenigen, halte ich aber grundsätzlich für gefährlich.
Weblinks: Die schöne neue Welt der Überwachung
Buchtipp: George Orwell: 1984
[...] nervige Flashelemente. Sie lenken unnötig ab und setzen womöglich ein unerwünschtes Flash-Cookie. Auch hier könnt ihr bei Bedarf mit einem Klick einzelne Flashelement [...]